Farben
Einleitung
Hier werden nur einige Grundtipps zu Umgang mit Farben vermittelt.
- Universell verwendbare Farben sollten auf einem sRGB-Monitor darstellbar, Farbprofil
sRGB ICE61966-2.1und mit CMYK-FarbrofilCoated FOGRA27druckbar sein. - Für kräftigere, gesättigtere Farben benötigt man größere Farbräume, wie
Coated FOGRA39,ISO Coated v2 300%,ISO Coated v2,Adobe RGB (1998),eciRGB v2. - Verwendet man InDesign Farbtöne, hat man da Problem, dass beim Konvertieren von Farben in einen anderen Farbraum, insbsonders bei stark aufgehellten Fartönen, unterschiedliche Ergebnisse herauskommen. Man sollte deshalb besser auf Farbtöne verzichten und diese besser als eigenes Farbfeld anlegen.
- Volltonfarben sollte man, wegen der höheren Druckosten, nur da verwenden, wo es auf absolute Farbgenauigkeit ankommt..Normalerweise genügen Prozessfarben.
- Bennent man in InDesign eine Farbe so wirken sich Farbänderungen auf das ganze Dokument aus. Änderungen an unbenannten Farben wirken sich sich nur auf das ausgewählte Objekt aus.
Farbmanagement einstellen
> Bearbeiten > Farbeinstellungen...
Beispiel 1 (Europa, Druckvorstufe 3) ab CS5
RGB: Adobe RGB (1998)CMYK: Coated FOGRA39 (ISO 12647-2:2004)Priorität: [Relativ farbmetrisch](x) Tiefenkompensierung verwenden
Beispiel 2 (Europa Web/Internet)
RGB: sRGB ICE61966-2.1CMYK: Coated FOGRA27 (ISO 12647-2:2004)Priorität: [Relativ farbmetrisch](x) Tiefenkompensierung verwenden
Beispiel 3 (ECI-Profile)
RGB: eciRGB v2CMYK: ISO Coated v2 300%Priorität: [Relativ farbmetrisch](x) Tiefenkompensierung verwenden
Die ECI-Profile sind nicht im Stzandardumfang der Creative Suite enthalten. Sie müssen von
eci.org heruntergeladen und installiert werden.
Bitte beachten Sie, die Tiefenkompensierung wirkt sich nur aus, wenn das Farbmangement von Adobe übernommen wird. Werden Objekte z.B. im Lab oder RGB-Modus in eine PDF-Dokument eingefügt, oder Dokumente in gängigen Bildformaten im RGB-Modus abgespeichert, so müssen, wenn man die Priorität Relativ farbmetrisch verwendet, dunkle Stellen vorher entsprechend aufgehellt werden, da diese sonst beim Druck absaufen und keine Strukturen in diesen Bereichen mehr erkennbar sind.
Man sollte alle Profil-Warnungen, wie bei Druckvorstufe 2 oder Druckvostufe 3 immer aktivieren, damit nicht vesehentlich eine Umwandlung stattfindet.
Farbtabelle laden
Löschen Sie vorher eventuell nicht erwünschte Farben. Markieren diese und löschen sie dann mit:
> Fenster > Farbe > Farbfelder > Farbfelder löschen
Dann könen Sie Farbfelder, die im Austauschformat *.ase gespeichert wurden, laden:
> Fenster > Farbe > Farbfelder > Farbfelder laden
InDesign Dokument öffnen
Datei > Öffnen
Wenn eine Farbwarnung kommt:
(x) Dokument nicht ändern.
Farbwarnungen kommen für den RGB bzw. CMYK-Arbeitsfarbraum getrennt.
Dokument in anderes Farbprofil umwandeln
> Bearbeiten > In Profi umwandeln
(x) Vorschau
RGB-Profil: Gewünschtes Zielprofil Gewünschtes Zielprofil
CMYK-Profil:
Priorität: [Relativ farbmetrisch]
(x) Tiefenkompensierung verwenden
Die im Dokument enthaltenen Farben auch in den Farbfeldern, werden mitkonvertiert, so dass sich das Erscheinungsbild der Farben nicht ändern sollte, außer man konvertiert in einen kleineren Farbraum.
Farbfeld, Farbtyp, Farbmodus, Farbton
Achten Sie bitte darauf, dass mit dem Auswahlwerkzeug kein Objekt angewählt ist, außer Sie wollen dessen Farbe verändern..
> Fenster > Farbe > Farbfelder >. Neues Farbfeld... (oder Doppelklick auf das Farbfeld)
> Fenster > Farbe > Farbfelder >. Farbfeldoptionen...
Jetzt öffnet sich der Farbwähler
Farbfeldname:
Hier geben Sie bitte einen aussage kräftigen Farbnamen ein.
Farbtyp: Prozess
Sie sollten hier normalerweise Prozess wählen, Bei Vollton wird für jede Farbe eine extra Druckplatte benötigt, was die Kosten im Offsetdruck unnötig erhöht. Man nimmt Volltonfarben nur da, wo besonders hohe Farbechtheit oder sonst nicht druckbare spezielle Farben gewünscht sind, z.B. in der Produktwerbung oder bei Firmelogos auf Briefbögen.
Farbmodus [RGB]
Nur im RGB-Modus bekommen Sie eine Warnung, wenn die Farbe nicht druckbar ist. Das Erscheinungsbild der Farbe stimmt nur, wenn das richtige, dazu gehörige Farbprofil gewählt wird.
Farbmodus [CMYK]
Im CMYK-Modus sind die Farben zwangsläufig druckbar. Das Erscheinungsbild der Farbe stimmt nur, wenn das richtige, dazu gehörige Farbprofil gewählt wird. Der Nachteil ist, Sie müssen 4 Farbregler bedienen und bekommen normalerweise nie den richtigen Unbuntaufbau (Verhältnis Schwarz zu den anderen Farben), der für das gewählte Farbprofil gilt. Der Farbauftrag wird möglicherweise zu hoch.
Für Vierfarb-Offsetdruck ist das der beste Farbraum. man sollte die Farbe aber besser im RGB-Modus erstellen und dann in den CMYK-Modus konvertieren.
Farbmodus [Lab]
Im Lab Mdus sind sie unabhängig von irgendwelchen Farbprofilen Die jeweils atuellen RGB- bzw. CMYK-Profile ändern sich alle paar Jahre. Wenn Ihre Druckerei PDF-Dokumente im PDF/X3 2002 Standard akzeptiert, spricht nichts dagegen Farben im Lab-Modus zu verwenden. Zum zukunftsichen Archivieren von oft verwendeteten Farbpalletten ist das der richtige Farbraum.
> Fenster > Farbe > Optionen > Neues Farbtonfeld...
Sie können Farben nicht nur in der Grundfarbe verwenden, sondern auch als Farbton. Farbtöne verhalten sich wie prozentual verdünnte Farben und sind mit dem jeweiligen Grundfarbton gekoppelt.
Sobald dieser geändert wird, ändern sich alle damit verbundenen Farbtöne mit.
Leider führt die Verwendung von Farbtönen zu unterschiedlichen Farbergebnissen, je nach dem, ob der Basiswert Lab, CMYK, oder RGB ist.
Sie können aber auch den Farbton verändern und daraus wieder einen neues Farbfeld erstellen.
> Fenster > Farbe > Farbfelder >. Neues Farbfeld.
Wenn man innerhalb eines Farbfeldes von einem kleineren zu größeren Farbraum wechselt, bleibt der Farbeindruck gleich.
Farbtabelle speichern
> Fenster > Farbe > Farbfelder > Farbfelder speichern
Farbtabellen werden im *.ase Austauschformat gespeichert, so dass sie auch in Photoshop oder Illustrator verwerdet werden können. Farbtöne können leider nicht mit gespeichert werden.



